[Obesity and kidney disease]
- PMID: 38984934
- DOI: 10.23785/TU.2024.03.004
[Obesity and kidney disease]
Abstract
The obesity epidemic has led to an increased prevalence of obesity-related glomerulopathy (ORG). This disease is characte-rized by proteinuria, glomerulomegaly, progressive glomerulosclerosis and a decline in renal function. Individuals with obesity frequently display arterial hypertension and diabetes mellitus, exacerbating renal damage. The pathogenesis involves overactivation of the RAAS (Renin-Angiotensin-Aldosterone System), glomerular hyperfiltration, an inflammatory state with oxidative stress, hyperinsulinemia-induced hemodynamic alterations and lipotoxicity. Additionally, obesity represents a significant risk factor for kidney stone formation, further contributing to renal damage. The management of obesity-induced nephropathy primarily involves weight reduction strategies and optimized control of blood pressure and metabolic factors. Early detection is crucial to counteract the progression of kidney disease. Noteworthy, obesity significantly complicates the implementation of renal replacement procedures, including kidney transplantation, and increases the rate of complications. In summary, there are many reasons why obesity should gain attention in the field of nephrology.
Titel: Adipositas und Nierenerkrankungen.
Einleitung: Die Adipositas-Epidemie hat zu einem erhöhten Vorkommen der Obesity-related oder Adipositas-bedingten Glomerulopathie (ORG) geführt. Diese eigenständige Erkrankung wird durch Proteinurie, Glomerulomegalie, fortschreitende Glomerulosklerose sowie einen Rückgang der Nierenfunktion gekennzeichnet. Bei Personen mit Adipositas besteht gehäuft arterielle Hypertonie und Diabetes mellitus, wodurch die renale Schädigung augmentiert wird. Die Pathogenese umfasst eine Überaktivierung des RAAS (Renin-Angiotensin-Aldosteron-System), eine glomeruläre Hyperfiltration, Entzündungsreaktionen mit oxidativem Stress, Hyperinsulinämie-bedingte hämodynamische Änderungen sowie Lipotoxizität. Zusätzlich ist Adipositas ein relevanter Risikofaktor für Nierensteinbildung und kann dadurch zusätzlich zu einer Nierenschädigung beitragen. Das Management der adipositasinduzierten Nephropathie umfasst insbesondere Gewichtsreduktionsstrategien sowie eine optimierte Kontrolle von Blutdruck und Stoffwechselfaktoren. Früherkennung ist dabei entscheidend, um dem Fortschreiten der Nierenschädigung entgegenzuwirken. Letztlich ist erwähnenswert, dass Adipositas die Durchführung von Nierenersatzverfahren bis hin zur Nierentransplantation erheblich erschwert und die Komplikationsrate erhöht. In Summe gibt es somit viele Gründe, warum auch in der Nephrologie ein besonderes Augenmerk auf das Thema Adipositas gelegt werden sollte.
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