[Climate change and ocular surface diseases]
- PMID: 39775873
- DOI: 10.1007/s00347-024-02167-6
[Climate change and ocular surface diseases]
Abstract
Background: The ocular surface is directly exposed to environmental influences. Noxae that have already been identified for the ocular surface are heat, air dryness, pollutant gases, fine dust particles and ultraviolet radiation.
Methods: The current literature was used to investigate the relationship between frequent ocular surface diseases and various environmental factors and to analyze their development over the years.
Results: Epidemiological studies on dry eye disease and allergic conjunctivitis have shown an increase in the incidences in recent years. Environmental pollutants have been identified as disease triggers. In addition, the prolonged pollen season and increased pollen concentrations are also risk factors. There is also a higher prevalence of pterygium in population groups with high UV exposure. Other diseases with potential environmental pathogenesis are acute photokeratitis, photoconjunctivitis and malignant melanoma of the conjunctiva.
Conclusion: For ocular surface diseases, large epidemiological cohorts have shown climate-related increases in the incidence. A further increase in environmentally associated noxious substances can be expected in the coming decades. In addition to measures to mitigate climate change, the underlying mechanisms of disease development and new approaches to prevention and treatment, such as room humidification, air filters or contact lenses with UV filters, should be investigated.
Zusammenfassung: HINTERGRUND: Die Augenoberfläche ist Umwelteinflüssen besonders exponiert ausgesetzt. Bereits identifizierte Noxen sind Hitze, Lufttrockenheit, Schadstoffgase, Feinstaubpartikel und ultraviolette Strahlung.
Methoden: Anhand aktueller Literatur wird der Zusammenhang zwischen häufigen Augenkrankheiten der Augenoberfläche und verschiedenen Umweltfaktoren untersucht sowie deren Entwicklung über die Jahre analysiert.
Ergebnisse: Epidemiologische Studien für das trockene Auge und die allergische Konjunktivitis zeigen eine Steigerung der Inzidenz in den letzten Jahren. Belastende Umweltstoffe wurden als Krankheitsauslöser festgestellt. Zusätzlich gelten die verlängerte Pollensaison und die erhöhte -konzentration als Risikofaktor. Für das Pterygium zeigt sich in Bevölkerungsgruppen mit einer starken UV-Belastung eine erhöhte Prävalenz. Weitere Erkrankungen mit potenzieller Umweltpathogenese sind die akute Photokeratitis, die Photokonjunktivitis und das maligne Melanom der Konjunktiva.
Schlussfolgerung: Für Augenoberflächenerkrankungen zeigten sich in großen epidemiologischen Kohorten klimawandelabhängige Zunahmen von Inzidenzen. In den nächsten Jahrzehnten ist von einem weiteren Anstieg umweltassoziierter Noxen auszugehen. Neben Maßnahmen zur Mitigation des Klimawandels sollten daher sowohl die zugrunde liegenden Mechanismen der Krankheitsentstehung als auch neue Ansätze der Prävention und Therapie, wie z. B. Raumluftbefeuchtung, Luftfilter oder Kontaktlinsen mit UV-Filter, untersucht werden.
Keywords: Allergic conjunctivitis; Dry eye; Particulate matter; Pterygium; UV radiation.
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References
Literatur
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- Stang A, Schmidt B, Schramm S, Kowall B, Jöckel KH, Erbel R, Kuss O, Geerling G (2024) Synergism between coexisting eye diseases and sex in increasing the prevalence of the dry eye syndrome. Sci Rep 14(1). https://doi.org/10.1038/s41598-023-50871-1