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Review
. 2025 Nov;73(11):745-752.
doi: 10.1007/s00106-025-01626-z. Epub 2025 Apr 3.

[Hearing aid provision and quality assurance]

[Article in German]
Affiliations
Review

[Hearing aid provision and quality assurance]

[Article in German]
Annette Limberger. HNO. 2025 Nov.

Abstract

Approximately 17.1% of the German population, so around 12.1 million people, suffer from hearing loss; however, only around 3.7 million of them have a hearing aid. Inadequately treated hearing loss not only has an enormous impact on quality of life but also causes extremely high costs. A meta-analysis of many European countries estimated that untreated hearing loss costs Europe 216 billion euros every year. Hearing system provision can significantly improve health and, above all, quality of life, while untreated hearing loss can lead to social isolation, depression, and premature cognitive decline-consequences that adequate provision can prevent. This overview provides a summary of the indications for and provision of a hearing system and discusses how these should be checked in terms of quality assurance in order to provide the best possible care to people with hearing loss.

Etwa 17,1 % der Bevölkerung in Deutschland sind schwerhörig, das sind etwa 12,1 Mio., allerdings haben davon nur etwa 3,7 Mio. ein Hörgerät. Ein nicht ausreichend versorgter Hörverlust hat nicht nur enorme Auswirkungen auf die Lebensqualität, sondern verursacht auch noch enorm hohe Kosten, so veranschlagte eine Metastudie die Kosten der unbehandelten Hörverluste für ganz Europa mit 216 Mrd. € jedes Jahr. Dabei kann eine Hörsystemversorgung die Gesundheit und v. a. Lebensqualität deutlich verbessern. Ein unbehandelter Hörverlust kann jedoch zu sozialer Isolation, Depression und vorzeitigem kognitivem Abbau führen, während eine adäquate Versorgung diesen Folgen vorbeugt. Die vorliegende Übersicht gibt einen Überblick über die Indikationen und den Ablauf einer Hörsystemversorgung und wie diese im Sinne der Qualitätssicherung überprüft werden sollte, um Menschen mit einer Schwerhörigkeit bestmöglich zu versorgen.

Keywords: Hearing loss; Reliability and validity; Sensory aids; Speech intelligibility; Wearable electronic devices.

PubMed Disclaimer

Conflict of interest statement

Einhaltung ethischer Richtlinien. Interessenkonflikt: A. Limberger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht. Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.

Figures

Abb. 1
Abb. 1
Ablauf einer Hörgeräteversorgung im Rahmen der gesetzlichen Versicherung
Abb. 2
Abb. 2
Im-Ohr-Hörsysteme. Von links nach rechts Invisible-in-the-Canal(IIC)-, Completely-in-the-Canal(CIC)-, Im-Ohr(IO)-, Halbconcha- und Concha-System (© Oticon, Kopenhagen, Dänemark)
Abb. 3
Abb. 3
Hinter-dem-Ohr-Hörsysteme. Von links nach rechts: sog. Receiver-in-the-Ear(RITE)- oder Receiver-in-the-Canal(RIC)-System mit Schirmchen, Hörer mit individueller Otoplastik, Hinter-dem-Ohr(HdO)-System mit Otoplastik (©Audia-Akustik und Welttag des Hörens)
Abb. 4
Abb. 4
Verschiedene Ventgrößen, gemessen mit der Messbox (ACAM 5) und einem breitbandigen Rauschen von 65 dBSPL. Mit zunehmender Ventgröße in mm auftretende Reduktion der Verstärkung im tiefen Frequenzbereich < 800 Hz, im höherfrequenten Bereich Resonanzspitze entstehend, deren Frequenz ebenfalls vom Ventdurchmesser abhängig
Abb. 5
Abb. 5
Einstellung des Hörsystems mithilfe einer Herstellersoftware, hier beispielhaft für eine rechte Seite. Gewählte Anpassformel: NAL-NL2. In der Grafik rechts die (berechneten!) Ausgangsschalldruckpegel für leise, mittlere und laute Eingangsschalldruckpegel (von unten nach oben). Dickere Linie die die Hörgeräteeinstellung simulierende Kurve, dünnere Linie die Zielkurve der gewählten Anpassformel. Schwarze Kurve maximaler Ausgangsschalldruckpegel. Grauer Bereich das Limit des angeschlossenen Hörsystems. Anhand dieser Darstellung offenbar Ausgangsschalldruckpegel des Hörsystems perfekt auf den Zielkurven liegend
Abb. 6
Abb. 6
a,b In-situ-Messung oder Real-Ear-Measurement (REM). Testperson im geeigneten Abstand (meist etwa 40–60 cm, s. Herstellerangaben) vor dem Lautsprecher der Messanlage sitzend. a In den äußeren Gehörgang zuvor kalibrierter Sondenschlauch bis etwa 5 mm vor das Trommelfell eingeführt. Anschließend Hörsystem im Ohr platziert, ohne Veränderung des Sondenschlauchs (zur Hilfe kleine schwarze Markierung vorhanden). Einschalten des Hörsystems. b Abspielen des Internationalen Sprachtest(IST)-Signals mit einem bestimmten Eingangspegel aus dem Lautsprecher, Abgleich des Pegels am Referenzmikrofon und im Gehörgang vor dem Trommelfell Messung des Ausgangsschalldruckpegels
Abb. 7
Abb. 7
SPL-o-gramm oder auch In-situ-Messung, gemessen mit der Verifit-Software (Fa. Audioscan, A Division of Etymotic Design Inc., Dorchester, Ontario, Canada). Identischer Hörverlust wie für die Einstellung in der Software eingegeben. Kurven von unten nach oben: gestrichelte Linie Hörschwelle des Normalhörenden in dBSPL, rot das Audiogramm für die rechte Seite in SPL-Darstellung, grün der Ausgangsschalldruckpegel (60. Perzentile) für mittlere (65 dB) Eingangspegel des ISTS (s. Tabelle rechts), Grüne Kreuze Zielkurve nach der Anpassformel NAL-NL2. Sternchen geschätzte Unbehaglichkeitsschwelle, ebenfalls aufgeführt in der Tabelle rechts: der SII (Speech Intelligibility Index). Versorgt (in diesem Beispiel) ein SII von 59 erreicht, unversorgt von 37. Ab einer Frequenz von etwa 3 kHz der gemessene Ausgangsschalldruckpegel unterhalb der Hörschwelle liegend, und damit nicht wahrnehmbar
Abb. 8
Abb. 8
Beispiel für eine Lautheitsskalierung. Abspielen verschieden lauten Terzbandrauschens (Mittenfrequenz hier 1000 Hz), entweder über Kopfhörer oder im Freifeld. Angabe der Testperson über empfundene Lautheit des Rauschens (sehr leise, leise, mittel, laut, sehr laut, zu laut, ggf. mit Zwischenstufen). Ziel: mit der Hörsystemversorgung im grauen Bereich des Normalhörenden zum Erreichen einer Lautheitsnormalisierung zu liegen

References

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